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31.8.2007 von Dieter Ruf.
Gerade im deutschen Binnenmarkt treffen wir im Moment auf einen nahezu reinrassigen Käufermarkt. Das führt sehr häufig dazu, dass die Anbieter sich gegenseitig vom Markt verdrängen und eine harte Preisschlacht führen, die oft im Ruin endet.
Gerade in Augsburgs Innenstadt fällt beim Einzelhandel sehr auf, dass sehr viele scheinbar nur ein einziges Marketingkonzept haben - die Höhe des Rabattes. Das wird dann auch noch im Schaufenster dargestellt mit Worten wie “Aktionsrabatt, Sonderrabatt, Sommerrabatt, Ferienrabatt etc”.
Die Wirkung auf mich ist nicht besonders berauschend, da die Glaubwürdigkeit in Rabatten längst geschwunden ist und der Konsument nicht mehr unterscheidet, ob die 50% Rabatt vom Geschäft A besser sind als die 40% vom Geschäft B.
Im gleichen Zuge fällt auf, dass einige clevere Unternehemer es auch in unser heutigen Zeit schaffen, ohne Rabatte, sogar mit ständig steigenden Preisen immer mehr Menschen anzuziehen, die kräftig konsumieren. Als Beispiel möchte ich das “Pow Wow” in Augsburg aufführen, dass inzwischen einen Laden nach dem anderen eröffnet. Hier wird nachgedacht, was Kunden wollen und es wurde ein Missionierungskonzept gefahren. Inzwischen stört es niemanden, dass man sich seine Getränke und auch das Essen selbst abholt, was früher undebkbar gewesen wäre.
Kundenbindungskonzepte und kleine Geschenke an treue Kunden runden das Konzept ab. Hier kommt klar zur Geltung, dass den Kunden in erster Linie nicht der Preis interessiert, sonden das was er für sein Geld bekommt.
An dieser Stelle angekommen ist man dann auch kein Bittsteller mehr, der hinaus schreit: “Bitte lieber Kunde, ich denke zwar nicht nach, aber das was Du nicht brauchst ist bei mir besonders billig”, sondern sagt: “Lieber Kunde, wir haben eine Idee umgesetzt, welche akzeptiert wird. Was Du bei uns bekommst ist sein Geld wert und wird Dich ein Stück weit glücklich machen”.
Dabei existieren schöne Marketingkonzepte, wie etwa Guerilla-, Viral- oder Empfehlungsmarketing, die nicht markschreierisch wirken, sondern dem Kunden die Information vermittel, die er als wertvoll erachtet.
Firmen wie Google, Ebay oder Xing nutzen diese Möglichkeiten des Marketings bereits und haben damit Erfolg.
Und wann werden Sie gefunden und verlieren Ihr Bittstellerimage?
Geschrieben in Guerillamarketing, Allgemein | Drucken | 3 Kommentare »
29.3.2007 von Dieter Ruf.
…Immer wieder bekommen wir die Anfrage… Wir interessieren uns für Guerilla Marketing… Können Sie uns mal ein Angebot für einen Event machen?… Machen wir nicht!… denn Guerilla Marketing funktioniert nur, wenn man ein klares Konzept erstellt… die Ziele des Kunden kennt… die Zielgruppe versteht… erst dann ist die Basis für einen Guerilla Event geschaffen.
Häufig ist das auch Anbietern von Guerilla Marketing Events gar nicht bewusst. Erst vor kurzem hat sich ein Anbieter von “fahrenden Werbeschilder” an uns gewandt, um sein Produkt schmackhaft zu machen. Zugegeben - Ich kann mir gut vorstellen, dass so etwas gut klappt. Es kommt jedoch auch drauf an, was auf dem Plakat steht und ob die richtigen Empfänger der Werbebotschaft auf diesen Weg zu erreichen sind. Wird dieser Aspekt nicht beachtet, haben wir es ganz und gar nicht mit Guerilla Marketing zu tun, sondern mit einer neuen Werbefläche die auf Rädern steht. Sozusagen klassisches Marketing in dem man auf alle losballert - der Richtige Empfänger wird schon dabei sein. Da stellt es mir die Haare auf!
Guerilla Marketing gibt es deswegen, damit man die Zielgruppe ins Herz trifft.
“Wir wollen doch erst mal sehen, welche Ideen Sie verwirklicht haben”… Könnten wir schon… aber wie soll ich Ihnen einen Viral Event darstellen, bei dem es kein Plakat, keine Promotion, kein Produkt gibt. Und alles ohne Gespräch, am besten per Mail oder Post.
Vielen ist nicht bewusst, dass Guerilla Marketing viele Formen kennt, wie z.B. Viral, Ambient Media, Ambush, Buzz, oder auch Sensation Marketing. Fast alle verstehen unter Guerilla Marketing “Sensation Marketing”. Zugegeben, das ist die spektakulärste Art eine Maßnahme durchzuführen.
Allerdigs scheitert es beim Sensation Marketing oft am Budget Rahmen, denn echte Sensationen sind teuer. Häufig lernen Firmen erst dann, dass Viral oder Buzz vielleicht doch die bessere Variante sind.
Zugegeben - Noch ein bisschen Zeit und es wird klar, was Guerilla Marketing wirklich ist. Missionieren macht auch Spaß - Zum Glück gibt es Blogs
Geschrieben in Guerillamarketing | Drucken | 1 Kommentar »